Was bedeutet es eigentlich, ruhig und gelassen zu sein? Heißt es, dass wir unsere Umwelt für einen Moment ausblenden und still für uns sind? Nein. Balance zu finden meint vielmehr, dass jeder seine inneren Quellen findet, in denen Friede, Harmonie und Gleichgewicht versammelt sind. Denn dann können wir in Phasen von Hektik und äußerer Reizüberflutung bei uns bleiben und doch präsent und kraftvoll im Außen sein.

Steinbock (22.12 - 20.1)

Steinbock-Frauen zeichnet ein reiches Potenzial und enormes Anspruchsdenken aus. Mit Disziplin, Weitblick und Verantwortungsbewusstsein gesegnet, sind sie gehäuft an den Schaltstellen von Macht und Entscheidung zu finden. Die Leistungsschiene, Erfolge in den Fokus zu stellen, ist Vorteil und Nachteil zugleich. Zeit ist nicht zu vertun, der Motor, der vorantreibt, kann auch stressen. Das Leben auf eine einzige Säule zu setzen, kann aber zu einer riskanten Angelegenheit werden. Und parallel erschöpfen, weil Disziplin und Selbstbeherrschung zur zweiten Natur werden.

Ruhe und Entspannung zu "verordnen" funktioniert ganz sicher nicht. Selbstbeherrschung aufzulösen, und speziell diese führt ja zu innerer Anspannung, gelingt bei Steinböcken nur über bewusstes Loslassen: von dem Anspruch, alle Impulse, Emotionen, Wünsche und Anwandlungen kontrollieren zu müssen. Äußere Ereignisse möglichst gleich inbegriffen. Die Akzeptanz der eigenen Machtlosigkeit zu bejahen, vielleicht sogar deren innewohnende Weisheit zu erkennen, ist heilsame Meditationsübung, um in Frieden mit sich selbst zu kommen.

Das Mantra - "Neben der hohen Kunst, Dinge zu Ende zu bringen, gibt es auch die, etwas mal unvollendet zu lassen" - ist wie für Steinböcke gemacht. Entschleunigung zu üben, der östlichen Weisheit folgend, dass viel Eile auch ziellos macht, sei innigst ans Herz gelegt. Leistungsspitzen in ruhige, fließende Bewegung umzusetzen, ist gutes Regulativ. Qi Gong, Wandern, Bergsteigen, Gehmeditation, das Umarmen der Bäume, um deren Ruhe und Kraft aufzunehmen, sind Steinbock-Heilrituale.

Alles, was mit Erde zu tun hat, wirkt ausbalancierend. Das Einrichten eines inneren Gartens, der in Zeiten von Stress und Umtriebigkeit aufgesucht werden kann, heißt, einen Ort der Zuflucht und Stille in sich zu tragen. Auch die Arbeit mit Heilsteinen, besonders dem Bergkristall, oder das Meditieren im Steinkreis, verbindet mit der inneren Stärke. Skulpturen, Fresken und Reliefs zu erschaffen, ist ein lustvolles Medium, um Gedankenspiralen zu verlassen und inneren Seinszuständen konkret und kreativ Ausdruck zu verleihen. Die klassische Steinbock-Meditation aber ist die Kontemplation oder Soto-Zen. Nichts weitet den Blick für den Sinn des Seins und das, was an Schönheit und Glückseligkeit im Inneren verborgen liegt. Bach-Fugen spielen oder hören, schenkt innere Ordnung und ein Gefühl von tiefer Geborgenheit.

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Wassermann (21.1 - 19.2)

Kaum ein Tierkreiszeichen kommt so reich, aber auch so ambivalent ausgestattet daher, wie der Wassermann. Geistige Unabhängigkeit und die Fähigkeit querzudenken, sind zwei Privilegien. Ein Mitgefühl für Benachteiligte bringt die innere Revoluzzerin in Aktion. Brückenbauerin zu sein, kommt on top dazu. Das dafür notwendige breite Wahrnehmungsspektrum beinhaltet, sensorisch immer auf Empfang zu sein. Der Schatten heißt, in Konfusion geraten zu können.

Wer viel im Außen bewegt, nichts in unheilsamen Zustand lassen kann ohne Veränderungen forcieren zu wollen, braucht inneren Halt, der erst durch Innehalten entsteht. Was bei dem Wassermann nur möglich ist, wenn die Anspannung Auslauf bekommt. Tanzen, Steppen, schnell, wild, dem ganz eigenen Rhythmus folgend, ist eine gute Variante, um zu entstressen. Die Weisheit der jüdischen Chassidim, die besagt, dass, wenn das Leben schwer und disharmonisch wird, Singen und Tanzen die verloren gegangene Zuversicht und Hoffnung zurückbringt, ist Wassermann pur.

Das konstruktive Chaos zu feiern, ist auch ein Mittel, um innere Kraftzentren gedeihen zu lassen, auch wenn sich das paradox anhört. Seelisches Gleichgewicht zu wahren, in Übereinstimmung mit sich selbst zu sein, gelingt nur dann, wenn die inneren Widersprüche, die eigentlich Motivation und Einzigartigkeit darstellen, liebevoll bejaht werden. Nach der buddhistischen Weisheit: Annehmen, zulassen, Raum geben!

Dadurch entsteht auch im Äußeren Raum für all das, was sich an wunderbaren Möglichkeiten ausdrücken möchte. Collagen herstellen, Glas-Arbeiten, Fingermalen, ist Entspannung. Die Verbindung mit den inneren Seelenkammern aufrecht zu halten, der unzerstörbaren Kraft, die dort verortet ist, gelingt ideal mit Atemarbeit. Holotropes Atmen nach Stanislaf Grof geht über das beruhigende Atmen hinaus und stellt den direkten Zugang zu der Seelenmatrix, dem Unbewussten her. Ebenso zu dem Wissen, in einer kosmischen Ordnung aufgehoben zu sein.

Die hilfreichste Wassermann-Meditation aber ist die Tanz-Meditation nach Osho oder der Wirbeltanz der Sufis. Bewegung hilft, in den Pool der Ruhe einzutauchen. Die Arbeit mit Zen-Koans, paradox erscheinende Lehrsätze, die mit dem logischen Denken nicht zu erfassen sind, stoppt das quälende Denkkarussell. Paradoxien sind Wassermann-Essenz und Inspiration. Deswegen heißt das Mantra auch: Reite dein Pferd auf des Messers Schneide! Fliegen, ob Paragliding, Segelfliegen, Fallschirmspringen, ist Wassermann-Leidenschaft und Möglichkeit, der Seele Flügel wachsen zu lassen.